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PODCASTBLOG #2: 7 Tipps- Regeln, Grenzen, Freiheit und Selbstbestimmung in der Kindererziehung.

Hallo und herzlich willkommen in deinem Podcast für kraftvolle Weiblichkeit, deine bewusste Schwangerschaft, deine natürlich sanfte Geburt und deine selbstbewusste Mutterschaft. 


Mein Name ist Pia Mortimer und ich begleite dich auf deinem Weg zu dir und deinem Wunschkind.


Mehr über mich und meinr Arbeit findest du unter www.pia-mortimer.de oder über meine Facebook Seite: selbstbestimmt leben & gebären.

Mit dieser Podcastfolge, beginnt eine dreiteilige Serie mit dem Titel:

 

Die Fragen, mit der wir gemeinsam in diese dreiteilige Serie gehen sind: 

 

Welche Regeln und Grenzen braucht dein Kind?


Wie kannst du diese auf liebevolle und achtsame Weise setzen?


Und was passiert in uns selbst, wenn wir unseren Kindern Grenzen setzen?

 

Um diesen höchstkontroversen Thema begegnen zu können, habe ich für dich 3 Punkte ausgearbeitet, zu denen es jeweils viele Tipps und Anregungen für dich in der Kindererziehung gibt.

 

Wenn wir unsere Kinder zu starken, bewussten, kraftvoll leuchtenden erziehen wollen, ist es wichtig, sich die folgenden 3 Ebenen anzusehen.

 

Nimm dir Zeit, alles auf dich wirken zu lassen.

 

Und nun: viel Freude beim Forschen:

 

Der erste Punkt, um den die heutige Podcastfolge gehen soll, ist:

 

1.) Das atige Kind. Oder: was denkt die Gesellschaft, wenn mein kind schreiend durch den Supermarkt rennt?

 

In der nächsten Podcastfolge wird es um den zwieten Punkt gehen:

2.) Überforderung. Oder: wie wir es schaffen können, sowohl den Bedürnissen unserer Kinder und den eigenen gerecht zu werden.

 

In der dritten und letzten Serie geht es um das Thema:
3.)Die eigene Prägung. Warum es so wichtig für starke Kinder ist, dass wir als Eltern bewusst über unsere Kindheit werden.

 

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Wir beginnen nun also mit Punkt eins:
Das atige Kind. Oder: was denkt die Gesellschaft, wenn mein kind schreiend durch den Supermarkt rennt?

 

Das Bild eines gut erzogenen Kindes.
Kinder sollen still sein, nicht laut.
Sollen sich benehmen, anständig sein, nicht schmatzen, nicht schlürfen, nicht sabbeln sondern ordentlich sprechen. Sie sollen nicht zu laut und nicht zu leise sprechen. Sollen diese Worte sagen und andere keinesfalls.

 

 

In unserer Gesellschaft geistern eine Menge Bilder und Anti-kind-sein-Gesetze herum, die zwei Dinge bewirken:

 

Erstens: sie entwöhnen unseren Kindern die Leichtigkeit, die Neugierde und das selbstverantwortliche Ausprobieren und Handeln.
Zweitens: sie bringen uns Erwachsenen in einen enormen Druck, wenn sich unsere Kinder nicht anständig benehmen. 

 

Vielleicht magst du kurz die Augen schließen und dich fragen: 

 

Was hast du für Glaubenssätze eines artigen Kindes in dir? 

 

Und dann stell dir vor deinem inneren Auge dein Kind vor.

 

Haben diese Dogmen etwas mit freier, selbstbestimmter und kindgerechter Erziehung zu tun? 

 

Stärken diese Glaubenssätze, die eben in dir entstanden sind dein Kind? 

 

Nähren sie dein Kind und machen sie dein Kind zu einem selbstsicheren, empatischen, glücklichen Erwachsenen? 

 

Nimm für den Moment einfach kurz wahr, welche Bilder in dir auftauchen... 

 

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Ich weiß nicht, ob du das kennst... 

Aber in mir entsteht eine ungeheure Spannung, wenn meine Große lieber mit den neuen Lackschuhen von Oma in Pfützen springt, statt mit mir jetzt zum Großfamilien Weihnachtsessen zu gehen.

 ,,Mein Gott, kannst du nicht einmal...." 

 

Und ja, sie könnte natürlich "einmal" aber sie will gerade die Welt erfahren, ihren Körper spüren und in ihrer Kraft baden.

Ob ich das nun gut finde oder nicht. 

Und auch egal, ob mir die Folgen gefallen oder nicht. 

 

Natürlich will sie! Göttin sei Dank, sage ich   zum mindest dann, wenn ich gerade nicht mit ihr vor der Pfütze stehe. 

 

Wenn ich ehrlich bin: 

Wie geil würde ich mich fühlen, mit meiner weißen Strumpfhose und den beknackten Lackschuhen mal so richtig in die Pfütze zu springen.

 

Mit aller Kraft... und diese bekackten Schuhe das Wasser zu allen Seiten weg spritzen lassen!? 

Ich würde mich (bis zu dem Zeitpunkt:nasse Füße) ultra lebendig und strotzend vor kraftvoller Lebensfreude fühlen!!! 

 

Und an der Stelle rede ich zum Einen von  Verständnis für dein Kind und zum Anderen von deinem inneren JA zu deiner Lebensfreude! 

 

Und ganz ehrlich, mal wirklich ganz ehrlich: 

Ist es so ein Weltuntergang, wenn dein Kind diese Erfahrung machen kann?! 

Du musst als Mutter ja nicht immer mit Beifall reagieren.

Aaaaber:

versuch dich an den Stellen frei zu machen, wo es vielleicht gerade nicht nach deinen Vorstellungen geht, aber hole doch einfach die Wechselkleidung aus der Tasche, lache statt motze und erklär deinem Kind (was gerade höchstwahrscheinlich mit angewiedertem Gesicht auf die Arschkalten Füße guckt), dass wir das besser nur mit Gummistiefeln machen. Oder Barfuß. 

 

Dein Kind hat die größte Freude gehabt! Die Freude, die wir Erwachsenen uns viel zu oft genauso hart verbieten! 

 

Ersetze Freude durch Härte!

 

Auch wenn oder gerade weil du die Verantwortung für dein Kind hast,- spiele, springe, renne, schaukle, klettere, wippe wie du es einst gemacht hast.

 

Weißt du noch wie Gras schmeckt? 

 

Weißt du noch, wie sich Nacktschnecken anfühlen? 

 

Weißt du noch wie cool es ist, diese Ringe in der Pfütze zu sehen, nachdem man eine Hand voll Kieselsteine rein geworfen hat? 

 

Konntest du als Mädchen auf Eichel Hüten pfeifen? 

 

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Ja, es gibt Situationen, in denen es wichtig ist, dass Kinder sitzen bleiben.

Beim Autofaren zum Beispiel.

Sitzt das Kind beim Autofahren nicht ruhigt sondern schält sich aus den Gurten des Kindersitzes, geht deine Aufmerksamkeit von der Fahrbahn weg und du gefährdest eure Sicherheit. 

 

An der Stelle sind Grenzen und Regeln selbstverständlich wichtig!

Eine innere Klarheit, die aus der Notwenigkeit heraus entsteht, dass du als Mutter für die Sicherheit deines Kindes sorgen musst. 

 

Und das ist der Punkt: 

Grenzen setzen heißt nicht wahrlos das durchtusetzen, was dir gerade angenehmer erscheint. Sie sollten für dich und ebenso für dein Kind (ganz wichtig) nachvollziehbar sein! 

Erkläre deinem Kind einfach, warum es jetzt gerade wichtig ist, die von dir gesetzten Regeln umzusetzen. 

Versuche dich also in jeder der stressig angespannten Situationen zu fragen: 

 

Ist es gerade wirklich so schlimm? 

Also so wirklich, wirklich... 

Ist dein Kind oder eine Person durch die Handlungen deines Kindes gerade in akuter Gefahr? 

 

Es macht dich und euer familiäres Miteinader reicher und entspannter, wenn ihr einzelne, klare Regeln und Grenzen habt, die für dich und dein Kind klar zu vertreten sind. 

Bei uns gibt es sehr wenig Regeln und damit viel Raum für Ausprobieren, auf die Nase Fallen und wieder aufstehen. 

 

Und damit meine ich: mit allem was du bist! 

 

Versuch ruhig und klar bei deinem Kind zu sein.

 

Wenn wir Fallen, wollen wir danach auch nicht für unsere Dummheit angeschnautzt werden! 

Dann wäre es doch viel schöner, es nimmt uns jemand liebevoll in den Arm und erklärt dir, was gerade passiert ist. 

Die Wahrscheinlichkeit auf einen weiteren Lackschuh-Pfützen Sprung, ist nach der Erfahrung: nasse Füße, relativ gering. 

Und wenn dein Kind dies nochmal ausprobieren muss, um zu sehen, ob die Füße auch in roten Socken nass werden: so what!? 

 

Und ja,diese Pfützen-Aktionen laden extrem dazu ein, innerlich ao richtig hart, eng und vergrätzt zu werden, ich glaube, diese Gefühle kennt jede Mutter.

Ich zum mindest... 

 

Aber, wie kacke wäre es, dem Kind nach diesem Sprung in die eigene Lebendigkeit,  nun mit erhobenen Zeigefinger zu er-klären, warum, wieso, weshalb es in keinem Verhältnis steht, nun aus nicht nachvollziehenbaren Gründen.... fuck it. 

 

Hör auf zu er-klären und lass dein Kind durch die eigene Erfahrung klar spüren lassen, was passiert wenn. Und fertig. 

Du wirst merken, dass eine menge Spannung aus deinem Körper, und damit aus dem Kontakt zu deinem Kind weicht, wenn du dir immer wieder klar machst, dass dein Kind täglich unendlich viele Dinge NEU erlebt.

 

Und damit meine ich: noch NIE gemacht hat!

NOCH NIE! 

 

Es hat einfach keine Ahnung, was passiert, wenn ein Ei fällt,- wie es dann aussieht, so Matsch auf dem Küchenboden... es hat keinen Schimmer davon, wie 

 

Zwei Fragen habe ich in diesem Zusammenhang noch 3 Fragen an dich: 

 

Frage 1: Kannst du dich noch daran erinnern, wie cool es war, ins Wasserglas zu blubbern? 

 

Frage 2: kannst du dich daran erinnern, wie kacke es war, dass man es dir sofort verboten hat? 

 

Frage 3: hätte das Blubbern dir auf deinem Lebensweg zu einem kraftvoll leuchtend, lebendigen Erwachsenen wirklich geschadet? 

 

Hör auf zu er-klären, manche Dinge müssen einfach gefühlt werden. 

Wenn du deinem Kind notwenige Regeln setzt, sag deinem ihm, dass du verstehen kannst, dass es langsam ungedultig wird, dass du verstehen kannst, dass es gerade blöd und anstregend ist und erzähle ihm immer wieder klar, ruhig und so, dass es dein Kind verstehen kann, warum deine Regel gerade wichtig ist. 

 

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Herrlich! 

Das war die erste Folge aus der Serien: 

 

Um unsere Kinder zu starken Erwachsenen zu machen, müssen wir das Kind in uns heilen. 

Über Regeln, Grenzen, Freiheit und Selbstbestimmung in der Kindererziehung. 

 

Ich danke dir von Herzen fürs lauschen und hinspüren und dankr dir für deine Offenheit für dich selbst und für dein Kind. 

 

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Lass dich sinken, in deine Tiefe, in deine Wahrheit, in deine weise Körperin und entdecke den goldenen Schatz, den du in dir trägst. Du bist ein Geschenk für diese Welt. 

 

In Lieben, 

Pia Mortimer

Golden Birth